Aktuell

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© Lutz Stickeln - EIgene SZ-Reportagen

29 Aug 2017

Fjord Line ordert neuen Katamaran für Hirtshals-Kristiansand

Computeranimation des in Auftrag gegegeben Katamarans

Die Norwegische Reederei Fjord Line hat bei der australischen Werft Autral Ship Pty Ltd einen neuen Katamaran in Auftrag gegeben: Fjord Line wird damit ab 2020 seine Kapazitäten auf der beliebten Strecke zwischen Hirtshals (Dänemark) und Kristiansand (Norwegen) verdoppeln.

Die neue Schnellfähre wird bis zu 40 Knoten schnell sein und mit einer nur rund zweistündigen Überfahrt die schnellste Verbindung zwischen dem europäischen Kontinent und Norwegen sein. Mit 190 Metern Länge und 30,5 Metern Breite bietet der neue Katamaran Platz für 1.200 Passagiere, 410 Fahrzeuge und 500 Lanemeter Platz für Busse oder Lkw. Der neue Super-Katamaran wird damit als Nachfolger der bisher auf der Route verkehrenden „Fjord Cat“ auch Fracht transportieren können. Gebaut wird der neue Katamaran von der australischen Werft Austal Ship Pty Ltd.

Die norwegische Reederei Fjord Line reagiert mit der Bestellung des neuen Katamarans auf die steigende Nachfrage der vergangenen drei Jahre und den Erfolg auf der kürzesten Verbindung zwischen Dänemark und Norwegen. Fjord Line möchte mithilfe des neuen Schiffs nicht nur mehr Überfahrten während der Sommermonate anbieten, sondern auch die Hauptsaison verlängern. Die bisher eingesetzte „Fjord Cat“ soll auch nach 2020 in der Hochsaison zusätzlich zum Neubau eingesetzt werden.

„Für Fjord Line ist das neue Schiff ein echter Meilenstein, den wir uns in den vergangenen Jahren erfolgreich erarbeitet haben“, freut sich Rickard Ternblom, CEO Fjord Line AS, über den Neuzugang der Flotte.

© Fjord Line/Autral Ship Pty Ltd


01 Jun 2017

Norwegen bringt neue Design-Banknoten in Umlauf

Foto-Copyright: Norges Bank

Der günstige Kronenkurs bleibt und Bargeld wird in Norwegen auch in Zukunft gängiges Zahlungsmittel sein. Das Aussehen einiger norwegischer Banknoten aber ist ab sofort ein anderes: Die neuen 100- und 200-Kronen-Scheine machen Europas Papiergeld um eine Design-Variante reicher.
Das Meer verbindet das Land mit der Welt, das Meer hat Norwegen den Wohlstand gebracht. Jetzt „bedankt“ sich Norwegens Staatsbank Norges Bank mit einer kompletten Serie neuer Banknoten: Alle Motive der unterschiedlichen Kronen-Werte stehen in Bezug zum Meer.
So ziert die Vorderseite der neuen 100-Kronen-Banknote ein Wikingerschiff, während auf dem 200-Kronen-Schein ein Kabeljau abgebildet ist. Auf den jeweiligen Rückseiten sind abstrakte Darstellungen eines Frachtschiffes (100-Kronen-Note) und eines Fischerbootes (200-Kronen-Note) am Horizont zu sehen.
Als erste wurden am 30. Mai die neuen 100- und 200-Kronen-Noten in Umlauf gebracht. Gestaltet wurden die Scheine von Designern der Norges Bank, die insbesondere die Fälschungssicherheit erhöht haben. Außerdem wurden renommierte Design-Agenturen des Landes um Vorschläge gebeten. Am Ende waren sowohl die Entwürfe von Snøhetta wie von Metric Design so überzeugend, dass die Vorderseiten mit den Motiven von Metric Design und die Rückseiten mit denen von Snøhetta gestaltet wurden.
Neue 50-, 500- und 1000-Kronen-Banknoten werden bis Ende 2019 an zwei weiteren Terminen in Umlauf gebracht. Einen Wertverlust der vertrauten und langjährig genutzten Banknoten Norwegens muss niemand befürchten: Die alten 100- und 200-Kronen-Scheine bleiben bis Ende Mai 2018 parallel als gültiges Zahlungsmittel erhalten. Danach ist Norges Bank verpflichtet, diese Scheine noch zehn Jahre lang zum gleichen Wert gegen neue einzutauschen.
Information:
Aufgrund des schwachen Kronenkurses ist Norwegen für Urlauber aus dem Euro-Raum schon seit ca. drei Jahren um rund zwanzig Prozent günstiger geworden.

Weitere Informationen:
Fakten von Norges Bank: www.norges-bank.no
Design-Vorschläge Metric Design: www.metricdesign.no
Design-Vorschläge Snøhetta: www.snohetta.com

Video:
So macht frisches Geld noch mehr Spaß: Der Dorsch kommt!

Quelle. VisitNorway Deutschland


31 Mai 2017

Reiseblog MS Lofoten von Freunden des Hauses

Im Sommer 2009 haben sich drei Pärchen zufällig auf der MS Lofoten kennengelernt. Daraus geworden ist eine Freundschaft, die bis heute anhält. Jetzt sind zwei Pärchen auf Revival-Tour erneut mit MS Lofoten unterwegs mit der „alten Lady“ von Bergen nach Kirkenes und zurück. Leider mussten Anja und Lutz von Polarkreis-Reisen diesmal zuhause bleiben. Aber wie wir könnt auch Ihr im Reiseblog von Volker virtuell verfolgen, wie es die „Viererbande“ unterwegs antrifft: Hurtigruten MS Lofoten Mai und Juni 2017


16 Jan 2017

Inforeise "Polarnacht in Spitzbergen"

Vom 11. bis 15. Januar haben wir an einer Inforeise von Hurtigruten Svalbard nach Spitzbergen teilgenommen. Eine einmalige Erfahrung in der nordnorwegischen Polarnacht bei Vollmond und Nordlichtern über Longyearbyen. Tolle Aktivitäten wie eine Schneeschuhwanderung zu einer Gletschergrotte, Hunde- und Motorschlittentour und eine Kohlebergwerksführung in „Gruve 3“ sowie ein absolut stimmungsvoller Abend am Lagerfeuer im Camp Barentz waren Bestandteile dieses langen Erlebniswochenendes. Spannend wurde es zudem, durch eine Eisbärenmutter mit ihren zwei Jungen, die den Winterschlaf unterbrochen hatten, und sich immer wieder dem Ort näherten. Die lokalen Aufsichtsbehörden hatten die Lage aber stets unter Beobachtung, so dass es zu keinerlei bedenklichen Situationen rund um Ursus maritimus kam. Auf unserer Facebook-Seite gibt es einige bildliche Eindrücke mehr.
Polarkreis-Reisen bei Facebook


03 Feb 2016

Und wieder ausgezeichnet: Erneut Hurtigruten Best Partner

Und wie jedes Mal freuen wir uns darüber. HURTIGRUTEN bucht man clevererweise bei uns, den SKANDINAVIEN-EXPERTEN von Polarkreis-Reisen. Erneut wurden unsere profunden Produktkenntnisse rund um „die schönste Seereise der Welt“ ausdrücklich gelobt!


30 Nov 2015

Alle Stabkirchen in Norwegen jetzt vollständig renoviert

Die Stabkirchen sind Norwegens einzigartiger Beitrag zur Weltarchitektur. Jetzt hat die Denkmalschutzbehörde des Landes erstmals alle Kirchen weitestgehend renoviert.
Die Stabkirchen des Landes sind Norwegens bedeutendster Beitrag zur Weltarchitektur. Von den ehemals mehr als tausend Kirchengebäuden, die zu Beginn der Christianisierung des Landes vor allem in den westnorwegischen Fjordregionen und den großen Tälern im Osten errichtet wurden, sind heute nur noch 28 Exemplare erhalten. Um diesen größten architektonischen Schatz des Landes vor möglichem Verfall zu schützen und für kommende Generationen zu erhalten, hat der norwegische Staat seit 2001 in eine umfassende Sanierung investiert. Jetzt wurde das so genannte „Stavkirke“-Programm unter Regie der norwegischen Denkmalschutzbehörde Riksantikvaren mit einem Volumen von rund 14 Millionen Euro erfolgreich abgeschlossen.

Die handwerklichen Aufgaben bei der Restaurierung der ausschließlich aus Holz gebauten Stabkirchen, errichtet zwischen 1150 und 1350, waren anspruchsvoll. So musste zum Beispiel die kleinste Kirche des Landes in Undredal am Aurlandfjord für den Bau neuer Grundmauern komplett um 30 Zentimeter angehoben werden. Die zum UNESCO Welterbe zählende Stabkirche in Borgund, unweit von Lærdal am inneren Sognefjord gelegen, erhielt rund 8.000 neue hölzerne Dachschindeln. Bei der Rødven-Kirche in der Region Møre og Romsdal musste aufgrund von Rattenschäden sogar die gesamte Turmkonstruktion abgenommen werden.

Hauptmerkmal der Stabkirchen sind hölzerne Masten, auf Norwegisch „stav“, die im Inneren die Dachkonstruktion tragen. Diese sieht von unten betrachtet wie ein umgedrehter Bootskörper aus. Drachenköpfe und Tierornamente, mit denen das Böse ferngehalten werden soll, sind Relikte einer heidnischen Sichtweise der Welt, die in Norwegen vielerorts noch lange nach Beginn der Christianisierung Bestand hatte.


07 Nov 2015

Lutz Stickelns Reportage Fjordnorwegen in der Süddeutschen Zeitung

KLIPPFISCH UND JUGENDSTIL – unter diesem Titel ist heute die Reportage von Lutz über die Region zwischen Kristiansund und Ålesund in der SZ-Rubrik „Genuss erleben“ erschienen. Dazu gesellt sich Exotisches vom isländischen Polarkreis und eine Besprechung des Hurtigruten-Kochbuchs. Wir wünschen wohlfeile Lektüre.


15 Okt 2015

Ein Rastplatz im norwegischen Østerdalen wird zum Muss für Elchliebhaber

Der Elch ist das Lieblingstier der deutschen Skandinavien-Urlauber und ziert so manches Heim in unzähligen Varianten. Norwegenreisende können jetzt mit hundertprozentiger Sicherheit dem größten Exemplar der Welt begegnen und ihn sogar von Nahem bewundern. Der 10,1 Meter hohe Elch-Koloss aus poliertem Stahl ist die neue Attraktion des ostnorwegischen Østerdalen und steht auf dem Rastplatz Bjøråa an der Straße 3. Sie ist eine der Hauptverbindungen zwischen Oslo und Mittelnorwegen und eine beliebte Alternative zur klassischen Nord-Süd-Verbindung der Europastraße 6.
Verantwortlich für das Design der Elchstatue, die den bisherigen Rekordhalter „Mac the Moose“ in Kanada um 30 Zentimeter überragt, ist die norwegische Künstlerin Linda Bakke. Das Kunstwerk, in dessen Stahl sich die Natur und Landschaft widerspiegeln, ist Teil eines Verkehrssicherheitsprojekts der Norwegischen Straßenbehörde Statens Vegvesen. Durch das Projekt soll die Aufmerksamkeit der Autofahrer bei der Fahrt durch die waldreiche und nur dünn besiedelte Landschaft geschärft werden. Die Statue ist also nicht nur eine Touristenattraktion, sondern soll auch dazu beitragen, das Unfallrisiko zu mindern.
Die offizielle Einweihung der Elchstatue findet am 15. Oktober statt.
Bild ©: privat / Creative Commons


07 Jul 2015

Norwegen setzt auf Tourismus als Alternative zum Öl

Die weltweit sinkende Nachfrage nach fossilen Brennstoffen stellt das Öl- und Gas-Exportland Norwegen vor große Herausforderungen. Diese eröffnen dem Tourismus bisher ungeahnte Möglichkeiten.

Öl und Kohle sind out, Tourismus ist in: So überspitzt lässt sich die aktuelle Situation für Norwegen beschreiben, das vor einem markanten Paradigmenwechsel steht. Die Gründe für diese Entwicklung sind vor allem wirtschaftlicher Art. Der weltweite Rückgang bei der Produktion fossiler Energieträger und damit einhergehenden sinkenden Preise für Öl, Gas und Kohle bedeuten für Norwegens Volkswirtschaft einen großen Einnahmeverlust und eine schwache Krone. Um den für das Land bedeutenden Tourismus als eine dauerhafte Alternative zur schwächelnden Energiewirtschaft weiter ausbauen zu können, arbeiten Regierung, Interessenverbände und Marketinggesellschaften zur Zeit mit Hochdruck daran, die Rahmenbedingungen für die Tourismuswirtschaft zu verbessern.

Dazu gehört auch die Erweiterung der klassischen Norwegenziele. Neben Fjorden und den Lofoten, dem Nordkap und der traditionsreichen Hurtigruten-Seereise spielen im Norwegentourismus zunehmend Kultur, Food und Architektur eine wichtige Rolle. So ändert zum Beispiel Norwegens Hauptstadt Oslo ihr Aussehen und Image in einem atemberaubenden Tempo. Wo früher Werften und trostlose Containerterminals standen, hat eine attraktive Architektur der Moderne Einzug gehalten, deren aufregendsten Beispiele die Oper, das Museum für Moderne Kunst und das Barcode-Viertel sind. Das als Ölhauptstadt geltende Stavanger an der Südwestküste des Landes hat sich seit seiner Zeit als Europäische Kulturhauptstadt zu einem dauerhaften Hotspot nicht nur der nationalen Kulturszene entwickelt. Trondheim und die Region Trøndelag in Mittelnorwegen haben es geschafft, eine der führenden Gourmetregionen Nordeuropas zu werden. Dass diese Themen ziehen, belegende kontinuierlich steigende Besucherzahlen wie zahlreiche direkte Flug- und Fährschiffverbindungen ab Deutschland und dem europäischen Ausland.

„Der Einfluss der Änderungen weg vom Erdöl sind für Norwegens Wirtschaft von fundamentaler Natur. Der Tourismus ist eine der größten globalen Wachstumsbranchen, und die neuen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen können Norwegen zu einem ausgewachsenen Tourismusboom verhelfen“, sagt Manuel Kliese, Leiter Visit Norway Deutschland. „Eine solche Entwicklung hat Norwegen als Volkswirtschaft mit der größten Abhängigkeit vom Export fossiler Brennstoffe in Europa auch nötig, um eine Alternative bei der Wertschöpfung zu haben. Der Tourismussektor ist dafür bestens geeignet.“

Für die Annahme, dass der touristische Erfolg dauerhaft sein wird, sprechen mehrere Faktoren. Neben dem deutlich günstigeren Kronenkurs sind vor allem das Interesse an den modernen Gesellschaften Nordeuropas sowie der Trend zu weniger Fernreisen und zu Reisezielen mit angenehmem Klima dem Norwegentourismus zuträglich. Die rund 70 Prozent Aktivurlauber unter den Norwegentouristen wird es freuen, dass die 44 Nationalparks des Landes nach dem Willen der Regierung zukünftig deutlich aktiver genutzt werden können. Ohne verbraucht zu werden, wie es aus Oslo ausdrücklich heißt.

„Wenn man die globale Entwicklung sieht, sind für uns die Chancen der Tourismusentwicklung größer als die Risiken. Die Nachfrage nach naturschönen, sicheren und gut entwickelten Reisezielen, die zudem möglichst barrierefrei sind und nachhaltige Produkte bieten, ist stark steigend. Ich bin überzeugt davon, dass der Tourismus nach Norwegen hier mittel- bis langfristig zu den großen Gewinnern zählen wird“, so Manuel Kliese.

Quelle/Foto: VisitNorway


02 Jul 2015

Ein goldenes Klo für eine dramatische Panoramastraße

Viel Neues rings um die Norwegischen Landschaftsrouten: Toilette in Gold, Berghütte aus Glas, Karten auf Papier

Sie sind nicht nur Straßen von A nach B, sondern jede für sich ein begehrtes Reiseziel: Die 18 Norwegischen Landschaftsrouten. Sie gehören zu den schönsten Panoramastraßen der Welt. In der jetzt beginnenden Reisesaison erwarten Urlauber links und rechts dieser Straßen gleich mehrere Neuerungen. Die wohl eindrücklichste ist ein neues Servicegebäude im beliebten Erholungsgebiet Ersfjordstranda an der Norwegischen Landschaftsroute Senja in der nordnorwegischen Region Troms. Das „Herz“ des neuen Rastplatzes ist eine Toilette mit vergoldeten Aluminium-Schindeln direkt am Strand. Sie lädt nicht nur zu stilvollen Sitzungen ein, sondern bietet mit einer Außendusche sogar die Möglichkeit, Sand und Salzwasser gleich neben dem Parkplatz abzuwaschen. Einem weltweiten Publikum präsentieren sich die Anlage und die Landschaftsroute Senja am 15. August, wenn die dritte Etappe des Arctic Race hier entlang führt. Das nördlichste Radrennen der Welt wird von mehr 100 TV-Anstalten weltweit live übertragen.

An der Sognefjell-Passstraße können Reisende ab dem Spätsommer eine weitere Architektur-Perle bestaunen. Die wohl bekannteste Hütte in Norwegens Bergwelt, die Sognefjellshytte aus dem Jahr 1947, erhält ein völlig neues Outfit. Ein Neubau aus Holz und Glas wird zwei bereits vorhandene Gebäude miteinander verbinden und das wechselnde Licht des Hochgebirges in sich aufnehmen. Das Berggasthaus, das auf rund 1400 Metern Höhe an Nordeuropas höchstem Straßenpass liegt, ist ein idealer Ausgangpunkt für Wanderungen und Skitouren in Norwegens höchstem Gebirge Jotunheimen. Das „Reich der Riesen“, wie es auch genannt wird, zählt mehr als 200 Gipfel mit über 2.000 Metern Höhe.

Neu erschienen ist eine komplette Kartenserie aller 18 Landschaftsrouten. Die Reihe enthält je eine Einzelausgabe zu jeder Strecke im Maßstab 1:50.000 oder 1:125.000. Die auch in deutscher Sprache geschriebenen Texte informieren Nutzer unter anderem über die spektakulärsten Aussichtspunkte, Rastplätze sowie über gute Restaurants und Übernachtungsmöglichkeiten. Die Karten sind in Touristenbüros und Unterkünften sowie an Tankstellen und im Buchhandel erhältlich. Im Internet sind die Karten auch als Einzelausgaben unter anderem bei www.geobuchhandlung.de erhältlich. Quelle: VisitNorway Foto: Per Ritzler /Statens Vegvesen

Weitere Informationen:
www.nasjonaleturistveger.no
www.visitnorway.com
www.geobuchhandlung.de


08 Jul 2015

UNESCO adelt Norwegens Industriegeschichte mit Welterbe-Status

Große Freude in Norwegen: Die Industrieregion Notodden-Rjukan im südnorwegischen Bezirk Telemark ist neues Kulturerbe der Welt. Die zuständige UNESCO-Kommission hat Anfang Juli die beiden Industriestandorte für ihre Pionierarbeit bei der Entwicklung der elektrochemischen Industrie zum Weltkulturerbe erhoben. Das industriegeschichtliche Kulturdenkmal reiht sich damit in nun acht Welterbe-Stätten Norwegens ein, darunter die Stabkirche von Urnes, der Geirangerfjord und das Hanseviertel Bryggen in Bergen.

In Rjukan wurde 1905 das Unternehmen Norsk Hydro gegründet. Sowohl in der Stadt Rjukan als auch in Notodden produzierte der spätere Konzern mit Hilfe von Wasserkraft elektrische Energie. Als Wasserreservoir diente die Hardangervidda, die mit 7.500 Quadratkilometern Fläche größte Hochebene Europas. Der Strom aus Wasserkraft wurde für die Herstellung von Kunstdünger benötigt, dessen Produktion besonders energieintensiv ist. Schon fünf Jahre nach Inbetriebnahme des damals größten Wasserkraftwerks der Welt in Vemork/Rjukan hatte sich Norwegen zum weltweit größten Produzenten von Kunstdünger entwickelt.

Nach Ansicht der UNESCO stehen die beiden neuen norwegischen Welterbe-Standorte symbolisch für die frühen Jahre des 20. Jahrhunderts, als die zweite industrielle Revolution die Grundlage für Wachstum und Wohlstand der modernen westlichen Welt schuf. Nachvollziehbar wird diese Entwicklung heute im Industriearbeitermuseum des Vemork Kraftwerks. Dem industriellen Werdegang Notoddens widmet sich das „Lysbuen“-Museum. Der dort ausgestellte Lichtbogen-Ofen zur Gewinnung von Kunstdünger war die wichtigste norwegische Erfindung ihrer Zeit.

Weltweit berühmt wurden Rjukan und das Kraftwerk Vemork jedoch vor allem durch einen spektakulären Sabotageakt während des Zweiten Weltkrieges, den die Filmstudios von Hollywood sogar mit Kirk Douglas in der Hauptrolle verfilmten. Norwegischen Partisanen war es gelungen, die Produktionsanlagen von Schwerem Wasser zu zerstören, welches die deutsche Besatzungsmacht zum Bau von Atombomben benötigt hätte.

Den Welterbe-Status erhielten Anfang Juli neben der norwegischen Region Notodden-Rjukan unter anderem auch die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel in Hamburg, das arabisch-normannische Palermo auf Sizilien, die antike Stadt Ephesos in der Türkei sowie vier Pilgerwege in das spanische Santiago de Compostela


01 Jul 2015

Norwegen: Panoramafreiheit für jedermann

Das Recht auf freie Motivwahl beim Fotografieren im Öffentlichen Raum steht zur Diskussion. Mit dem Jedermannsrecht bietet Norwegen seinen Bewohnern und Gästen eine außergewöhnliche Panoramafreiheit.

Die EU erwägt aktuell eine Änderung des Urheberrechts. Dabei geht es um nicht weniger als um die Einschränkung der Panoramafreiheit. Diese erlaubt beispielsweise in Deutschland bisher, dass alles, was im öffentlichen Raum steht, fotografiert und in den Medien geteilt werden darf. Der Spaß an der Freiheit der Fotografie und der Weiterverbreitung findet in Norwegen noch eine landestypische Ergänzung: Das so genannte Jedermannsrecht erlaubt es, sich überall im öffentlichen, uneingezäunten Raum frei zu bewegen, zu zelten und natürlich auch alles zu fotografieren. „Allen freiheitsliebenden Fotografen, die auch in Zukunft Panoramen fotografieren wollen, bieten wir in Norwegen eine grandiose Auswahl an Motiven. Reisende sind herzlich willkommen, bei uns Fjorde, Mitternachtssonne und Nordlicht auch in Zukunft völlig entspannt und ohne Abmahnrisiko abzulichten und zu teilen, mit wem sie wollen“, sagt Manuel Kliese, Leiter Visit Norway Deutschland.


19 Dez 2014

Positive Aussichten für Norwegens Tourismuswirtschaft dank markant günstigerer Krone

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit haben die globalen Veränderungen des Ölmarktes für Norwegens Wirtschaft und Währung einschneidende Konsequenzen. Die Krone des nordeuropäischen Landes, dessen Einnahmen bis heute zu rund 70 Prozent von der heimischen Öl- und Gasförderung gedeckt werden, hat gegenüber dem Euro und dem Dollar in den letzten Wochen um rund 20 Prozent an Wert verloren. Erstmals in der Geschichte beider Währungen sind beispielsweise die norwegische und die schwedische Krone bei einem Wechselkurs von knapp unter 1:10 gegenüber dem Euro paritätisch.

Da zahlreiche Analysten davon ausgehen, dass der weltweit niedrige Ölpreis auf längere Sicht Bestand haben wird, bedeutet dies für Norwegen, dass die Krone für das Ausland in gleichem Maße für längere Zeit ungewöhnlich günstig bleiben wird und der Staat vor der Aufgabe steht, energieunabhängige Wirtschaftszweige wie den Tourismus weiter zu stärken und zu entwickeln.

Insbesondere die Reisebranche Norwegens, die vornehmlich von Touristen aus Europa, den USA und Asien lebt, ist schon heute neben dem Energiesektor eines der wichtigsten ökonomischen Standbeine des Landes. Mit einem Gästeanteil von rund 20 Prozent hat der Quellmarkt Deutschland für Norwegen eine Schlüsselrolle inne. Für die Zukunft sieht Manuel Kliese, Direktor für Tourismus bei Innovation Norway in Deutschland, enormes Entwicklungspotenzial: „Die Zahl der Reisende allein aus Deutschland lag in der Sommersaison schon in diesem Jahr um sieben Prozent über dem Vorjahr. Eine schwächere norwegische Krone wird die Reiselust auf Norwegen bei Deutschen sicher noch mehr steigern. Der Währungsvorteil ist aber natürlich für den gesamten Incoming-Tourismus Norwegens ein Segen. Zulegen dürfte auch der Urlaub der Norweger im eigenen Land.“

Ein zweigeteiltes Bild zeigt sich im Geschäftsreisen-Bereich, der für die norwegische Tourismuswirtschaft eine ganzjährige Einnahmequelle darstellt. Eine sinkende Binnennachfrage norwegischer Unternehmen aus der Energiebranche ermöglicht es ausländischen Unternehmen schon jetzt, bei Norwegens Anbietern von Meeting- und Incentive-Packages qualitativ hochwertige Leistungen zu einem deutlich günstigeren Wechselkurs einkaufen zu können. Zu den Klassikern unter Norwegen-Incentives gehören im Freizeitbereich Aktivitäten in der Natur wie Rafting, Boot-Safaris in Fjorden, Angeln und Gletscherwanderungen. „Norwegen hat mit Fjorden, Mitternachtssonne, Nordlicht und mehr als 50.000 Kilometer Küste einzigartige Attraktionen zu bieten. Städte wie Oslo, Stavanger, Bergen und Trondheim sind hip. Angesichts des neuen, so nie dagewesenen Gästepotenzials wird Innovation Norway mit seiner Marke VisitNorway mehr denn je dazu beitragen, diese Produkte qualitativ und quantitativ weiterzuentwickeln und offensiv im wichtigsten Quellmarkt Deutschland zu vermarkten“, sagt Manuel Kliese. Mit der nun angelaufenen Sommerkampagne 2015 investiert Innovation Norway ein beträchtliches Volumen in diese positive Entwicklung.

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